W i l l k o m m e n i n d e r
O n l i n e - G a l e r i e d e s D i s s i d e n t e n u n d K ü n s t l e r s
Robert Porazik
I m F o l g e n d e n s e h e n S i e
A u s s c h n i t t e a u s s e i n e n B i l d e r s e r i e n
u n t e r a n d e r e m
DIE KLEINE SYMMETRIE
u n d d a s
H E K T A G R A M
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Die Trance der Fremdperspektive
Wir betrachten uns zurecht manchmal mit fremden Augen. Leider kommt es bei einigen vor, dass sie sich nur aus diesem Blickwinkel in den Bahnen ihres Rollenverhaltens fernlenken. Sie verlieren dadurch den größten Teil ihrer direkten Selbstwahrnehmung und verfallen in die Trance der Fremdperspektive. Sie werden zu Hülsenmenschen, deren Geist nur noch zwischen ihrer angenommenen Rolle und der Umgebung vermittelt, aber keine eigene Substanz mehr aufweist.
Diese psychische Störung, ein verheerendes Resultat der Überorganisation und der Überbevölkerung, kann als ein Zeichen des Fortschritts angesehen werden, zumindest aus der Perspektive des gesellschaftlichen Organismus. Auf diese Weise versucht die Gesellschaft ihre chaotische Komplexität zu reduzieren. Sie schafft wieder Ordnung. Die eigentliche Individualität, das besondere Merkmal des Menschen, wird auf höhere Ebenen des Systems übertragen und durch standardisierte Muster ersetzt. Unten wird sie nicht mehr gebraucht. Der Mensch selbst wird zu einer seelenlosen Zelle des gesellschaftlichen Metaorganismus.Die höheren Organe übernehmen das wache Denken. Dieses Phänomen ist beweisbar, berechenbar und leider ein wesentlicher Bestandteil der darwinistischen Evolution. Das bedeutet, dass wir es nur mit größter Anstrengung verhindern oder zumindest aufschieben können. Allerdings müssen wir diesen, leider etwas komplizierten Umstand wahrhaben, begreifen und zu vertmitteln lernen. Es muss zu unserer zweiter Natur werden, gegen diesen letzten Schlaf anzukämpfen. |
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